“Battle: Los Angeles” – Erster Trailer online
Völlig ahnungslos bin ich heute über einen neuen Eintrag im EquilibriumBlog von Stefan gestolpert. Mit "Battle: Los Angeles" kommt offenbar ein echter Leckerbissen auf uns zu. "District 9" meets "Independence Day" meets "Krieg der Welten". Der erste Trailer verspricht ganz großes Kino! Das muss einfach episches Science Fiction-Kino werden! Auf jeden Fall ein Film, den man sich für das Kinojahr 2011 schon mal vormerken sollte.
Wer neugierig geworden ist, kann sich bei YouTube auch noch einen kurzen internationalen Teaser ansehen, der ein paar weitere Ausblicke auf den Film gibt.
[Kino] The Expendables (2010)
Ein Trupp bestens ausgebildeter und knallharter Söldner - The Expendables - erhält den Auftrag, den Diktator einer Bananenrepublik abzusetzen. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass alles doch komplizierter wird, als eigentlich geplant. Offenbar hat ihr Auftraggeber darauf verzichtet, ein paar Details weiterzugeben....
Stallone is back! Und er hat ein paar Freunde mitgebracht! Mit brachialer Gewalt lassen die Altstars (unterstützt von einigen jüngeren Kollegen) das Gewaltkino der 80er Jahre wieder auferstehen. Handgemachte, vor Testosteron triefende, brutale, dreckige Action. So etwas hat man im Kino schon lange nicht mehr gesehen! Sly und Konsorten zeigen, wofür die 80er Jahre standen. Gewalt ist immer die Antwort des Helden auf die ungelösten Fragen und Probleme des Lebens. Und so ist es selbstverständlich, dass man nicht nur ein Inselvolk mit brachialer Gewalt von seinem Despoten erlöst. Ebenso selbstverständlich ist es, den bösen neuen Freund der Exfreundin und dessen Kumpels ordentlich aufzumischen.
Es ist diese erfrischende simple Art, die den Film so unterhaltsam macht. Die (bösen) guten Jungs hauen ordentlich drauf, die (bösen) bösen Jungs bluten ordentlich. Und wenn man die guten Jungs dann endlich wieder daran erkennen kann, dass sie viel mehr Leute töten als die bösen Jungs - dann ist man endlich wieder im Actionkino angekommen, wie es schon immer sein sollte!
Natürlich ist die Story an sich flacher als ein Bierdeckel. Da die wohl längste - nicht von Explosionen unterbrochene - Rede aber gerade mal 30 Sekunden dauert, interessiert das nicht weiter. Hier will man man muskelbepackte Actionhelden sehen. Wer auf ausgefeilte Dialoge hofft, ist im falschen Film. Nichtsdestotrotz hält "The Expendables" auch ein paar äußert amüsante Dialoge parat. So ist der kurze Schlagabtausch zwischen Schwarzenegger und Stallone ebenso brilliant, wie die Beschwerden des zu kurz geratenen Jet Li.
Alles in allem ist "The Expendables" der wohl beste (Männer-)Film in diesem Jahr. Zugegebenermaßen ein wenig hirnfrei, dennoch äußerst unterhaltsam. Die 103 Filmminuten fliegen nur so am Zuschauer vorbei und bevor man sich richtig erholt hat, erscheint auch schon der Abspann. Wer noch nach einem sehr guten Film für den nächsten Männerabend sucht: Hier ist er! Ich für meinen Teil freue mich bereits heute auf die Heimkino-Verwertung. Stallone hat bereits angekündigt, dass es einen gut 15 Minuten längeren Director's Cut geben soll. Und ich vermute stark, dass es sich hierbei nicht um 15 Minuten Dialog handelt...
[Kino] The A-Team – Der Film (2010)
Die Spezialeinheit von Colonel John "Hannibal" Smith steht im Irakkrieg loyal ihren Mann. Als die vier Männer ausgebootet werden, indem man ihnen den Diebstahl von Falschgeldplatten anlastet, wandern sie in den Knast. Dort verweilen sie nicht lang: Kraft ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten gelingt Hannibal und Co. der Ausbruch. Der Colonel, der attraktive Templeton "Faceman" Peck, der etwas durchgeknallte Technikspezialist "Howling Mad" Murdock und das lammfromme Muskelpaket Baracus tauchen unter und arbeiten fiebrig daran, den Schuldigen ausfindig zu machen, der sie in den Untergrund zwang.
Meine Freundin hat sich tapfer dagegen gesträubt, das A-Team im Kino zu sehen. Aber für so einen Fall hat man ja gute Freunde. So ging es letzte Woche erneut ins Kino, um sich die Abenteuer des neuen A-Teams anzusehen. Ich war schwer gespannt, was Regisseur Joe Carnahan aus dem Stoff der 80er Jahre Serie (die übrigens zu den erfolgreichsten US-Serien überhaupt zählt) machen würde.
Die erfreuliche Nachricht zuerst: Die Macher haben sich mit ihrer Interpretation des A-Teams soweit vom Original entfernt, dass auch Fans der ersten Stunde den Streifen bedenkenlos ansehen können. Bis auf die Namen der Charaktere ist da nicht viel geblieben. Zwischen Serie und Film liegen Welten. Und nicht nur, weil die Einheit nun für ein Verbrechen im Irak und nicht mehr in Vietnam (fälschlicherweise) angeklagt wird.
Der Film selbst erinnert an einem MTV-Clip auf Drogen. Die Szenen rasen aneinander vorbei, die Bilder springen hektisch hin und her. Die einzige Konstante sind die (CGI-)Explosionen, von denen es reichlich gibt. Ob Story, ob Darsteller - spielt alles keine Rolle. Und so verwundert es nicht, dass Geschichte und schauspielerische Leistung etwa auf dem Niveau einer mittelmäßigen TV-Episode liegen. Offenbar hoffte Regisseur Carnahan darauf, dass diese Dinge den Zuschauer nach dem dritten gewaltigen Feuerball nicht weiter interessieren. Erfrischende Lichtblicke in dem Actionspektakel sind Bradley Cooper als Templeton „Face“ Peck und Sharlto Copley als Captain „Howling Mad“ Murdock. Die Beiden schaffen es tatsächlich, ihren Charakteren eine Persönlichkeit zu verleihen, die den Zuschauern eine Bindung aufbauen lässt. Liam Neeson als John „Hannibal“ Smith ist dagegen eine echte Zumutung. Es gibt eben auch als "Hannibal" mehr zu tun als Zigarre zu rauchen und es zu lieben, "wenn ein Plan funktioniert". Quinton Jackson kann man als B.A. Baracus total vergessen. Mit der Mimik eines Steins stolpert er völlig hilflos über die Leinwand. Draufhauen kann er, das war's dann aber auch.
Insbesondere deutsche Kinogänger brauchen darüber hinaus starke Nerven. Das A-Team jagt die Bösewichte nämlich bis nach Frankfurt am Main. In Erdkunde waren die Filmmacher aber offenbar nicht besonders gut. Und so stehen der Kölner Dom und Hauptbahnhof ebenso in Frankfurt, wie die US-Botschaft aus Berlin. Dass die Autos in der Stadt fast ausnahmslos mit "FF" - also Frankfurt/Oder - unterwegs sind, verkommt da ebenso zur Kleinigkeit, wie der Umstand, dass der typische Deutsche eine Bratwurst in der Hand hält. Und das Frankfurt für seine norwegischen Fjorde und Seen bekannt ist, weiß ja wohl ein jedes Kind.
Alles in allem macht der Film dank unzähliger Explosionen und anderer wahnsinniger Stunts (einmal) als sinnfreier CGI-Actionstreifen Spaß - wenn man in der Lage ist, die vorgenannten Punkte hartnäckig auszublenden. Greift Euch reichlich Bier, noch mehr Popcorn, ein paar gute Freunde und lasst auf jeden Fall die Freundin daheim. Und bleibt in jedem Fall bis nach dem Abspann sitzen. Die beste Szene versteckt sich nämlich dort.





