[HowTo] Netflix.com in Deutschland nutzen
Video on Demand ist eine feine Sache. Die gewünschten Filme oder TV-Serien stehen unmittelbar nach der Auswahl als Stream zur Verfügung und können direkt am Computer genossen werden. Leider ist ein solcher Service in Deutschland aber auch eine ziemlich teure Angelegenheit. So zahlt man bspw. bei "Maxdome" satte 19,99 Euro für das Gesamtpaket. Zwanzig Euro. Pro Monat. Gut 240 Euro im Jahr. Möchte man ausschließlich TV-Serien sehen, so werden dafür immer noch stolze 9,99 Euro pro Monat fällig.
Diesbezüglich sind uns die Amerikaner weit voraus. Über das herausragende Hulu hatte ich ja bereits berichtet. Werbefinanziert aber gratis gibt es hier eine Vielzahl von Filmen und - vor allem - TV-Serien zu sehen. Wem das nicht ausreicht, der sollte einmal bei Netflix (Link) vorbeischauen. Bei Netflix handelt es sich um einen klassischen Verleihservice, der seine DVDs per Post verschickt. Ein deutsches Pendant hierzu wäre bspw. "Lovefilm". Das Besondere an Netflix ist jedoch, dass ein Großteil des verfügbaren Angebotes auch als Stream abgerufen werden kann. Und hier wird es interessant...
Praktischerweise bietet Netflix nämlich auch einen "Streaming only"-Tarif für 7,99 Dollar im Monat. Das sind je nach Kurs etwa 6 Euro für das volle Stream-Programm. Im Folgenden will ich Euch erklären, wie Ihr in den Genuss eines solchen Abonnements kommt.
Wie so oft hat die Sache nämlich zwei größere Haken. Zum einen ist das Netflix-Angebot auf die USA beschränkt. Wer von außerhalb kommt, wird anhand seiner IP-Adresse sofort als Ausländer identifiziert und hat keine Chance, ein Video zu starten. Wie schon bei Hulu.com schafft hier ein entsprechender VPN-Service Abhilfe. Ich empfehle hierzu BlackVPN (Link), deren Service ich seit Monaten nutze. Mit diesem Service erhält Euer Computer eine amerikanische IP-Adresse. Ihr tut also so, als befändet Ihr Euch in den USA. Details zu BlackVPN und zur Einrichtung des VPN-Services auf Eurem Rechner bekommt Ihr hier. (Mit "YTCJGQQ" könnt Ihr den Service drei Monate lang zum Preis von fünf Euro testen.) Natürlich tut es auch jeder andere VPN-Anbieter. Ihr solltet aber darauf achten, dass Ihr auch mit VPN über eine entsprechende Bandbreite verfügt. Da wird es insbesondere bei Gratis-Anbietern zu den Stoßzeiten schnell eng.
Als nächstes benötigt Ihr einen Account bei Netflix. Früher kam man relativ leicht und ohne die Angabe größerer Datenmengen an gratis Testmonate. Dem hat man mittlerweile leider einen kleinen Riegel vorgeschoben. So kommt Ihr nicht mehr drum herum, Euch bei Netflix als User zu registrieren. Hierzu wird zwingend eine Kreditkarte benötigt. Und wie das bei amerikanischen Unternehmen oftmals so ist, werden ausschließlich US-Kreditkarten akzeptiert. Mit Eurer deutschen Visa, Mastercard oder Amex schaut Ihr in die Röhre. (Gerüchten zu Folge konnten sich einige User mit deutschen Visa-Kreditkarten registrieren. Ich konnte dies im Selbstversuch mit verschiedenen Visa-Karten nicht erfolgreich nachvollziehen.) Stattdessen setze ich hierbei auf EntroPay (Link). Hierbei handelt es sich um ein britisches Unternehmen, das virtuelle Kreditkarten herausgibt. Das besondere dabei ist, dass Ihr die Währung Eurer Kreditkarte selbst bestimmen könnt. Natürlich macht es an dieser Stelle Sinn, sich für Dollar zu entscheiden. Die Anmeldung bei EntroPay ist kostenlos, allerdings administrativ ein wenig aufwendig. Es werden relativ viel persönliche Daten abgefragt und mogeln ist da leider nicht möglich - sonst gibt es nämlich keine Kreditkarte. Wollt Ihr Eure virtuelle Kreditkarte aufladen, werden 4,95% des Aufladebetrages als Gebühr fällig.
Habt Ihr Euch eine virtuelle Kreditkarte bei EntroPay organisiert, so könnt Ihr diese als Zahlungsmittel bei Netflix während Eurer Anmeldung hinterlegen. Bei der Angabe der (amerikanischen) Adresse müsst Ihr ein wenig erfinderisch sein. Ich persönlich wohne gerne in irgendwelchen Schnellrestaurants oder Hotels. Nicht alle Anschriften funktionieren, da braucht es ein wenig Geduld. Wart Ihr mit Euren Zahlungs- und Adressdaten erfolgreich, müsst Ihr noch Euer Abo-Modell auswählen. Selbstverständlich müsst Ihr Euch hier für das Streaming-Angebot für 7,99 Dollar entscheiden. Ihr startet bei Netflix mit einem gratis Testmonat. Erst danach wird Eure Kreditkarte belastet. Sollte Euch der Dienst nicht zusagen, könnt Ihr also das Abo während der Testphase kostenlos beenden. Ansonsten ist der Dienst monatlich kündbar. Es empfiehlt sich, die Werbeeinstellungen im Account zu checken und ggf. den Haken bei postalischer Werbung zu entfernen. Die käme ja sowieso niemals bei Euch an...
Und nun viel Spaß mit Netflix!
Wer über ein iPhone oder iPad sowie einen US-iTunes Account verfügt, kann sich darüber hinaus die Netflix App herunterladen. Die App selbst ist gratis. Ein VPN-Service lässt sich auf den Geräten problemlos einrichten. Anschließend loggt Ihr Euch mit Eurem Netflix-Account in der App ein und könnt dann ebenfalls auf das volle Streaming-Angebot zugreifen. So genieße ich bspw. fast jeden Abend noch eine kurze Serie auf dem iPad.
Google Street View ist da
Seit heute ist das Google Street View-Angebot auch offiziell in Deutschland verfügbar. Zu Beginn kann man durch die Straßen der zwanzig größten Städte Deutschlands flanieren. Im Vorfeld gab es ja heftigste Diskussionen über die Frage, inwiefern der Datenschutz davon tangiert sei, aus dem öffentlichen Raum heraus Fotos eines Grundstückes zu schießen. Die Hysterie ging hierbei soweit, dass manch einer sogar annahm, Google Street View sende Live-Bilder ins Internet. Für Deutschland gab es daher erstmalig die Gelegenheit, sein Grundstück noch vor dem Start des Services unkenntlich machen zu lassen. Die Panikmache von Politik und Medien war offenbar erfolgreich. Ich habe mir den Spaß gemacht, durch ein paar - bekanntermaßen - reichere Wohnviertel einiger Städte zu wandern. Da sind zum Teil mehr Bilder zensiert als sichtbar.
Irgendwie muss ich da sofort an die seinerzeit geführte Diskussion denken, in der man tapfer behauptete, man wolle nicht, dass das eigene Haus durch Diebesbanden online ausspioniert werden könne. Nun, das hat man erfolgreich unterbunden. Und gleichzeitig ein dickes Ausrufezeichen über die Häuser gemalt, die man sich wohl besser mal live anschauen sollte. In der Masse der Fotos einfach unterzugehen, wäre da sicher die elegantere Lösung gewesen. Bleibt die Frage, wann die ersten Internetcommunities auf Foto-Safari gehen werden...
Im Zusammenhang mit der Google Street View-Diskussion verweise ich auch noch mal auf meinen alten Artikel "German Angst", in dem ich die häufigsten Kritikerargumente widerlegt habe. Wie bizarr die ganze Diskussion überhaupt ist, zeigt übrigens auch ein aktueller Artikel der Onlineausgabe des Spiegels. Dort berichtet ein Journalist nicht nur fasziniert sondern auch begeistert von einem neuen hochauflösenden Foto der Londoner Innenstadt. In der Fotostrecke wird dann auch gleich mal ungeniert auf Passanten oder in Wohnhäuser hineingezoomt. Etwas, was mit Google Street View gar nicht möglich wäre. Nur mal so als kleine Randbemerkung...
Ein Herz für Blogs IV
Es gibt so viele Blogs da draußen, so viele kreative Autoren, so viele Nerds, die liebevoll über ihre Lieblingsthemen schreiben und auch so viele total durchgeknallte Leute, die mit ihrem (zum Teil faszinierenden) Humor das Netz füllen. Die vierte "Ein Herz für Blogs" Aktion gibt Euch an diesem Tage ganz offiziell die Möglichkeit, Eure Lieblingsblogs zu verlinken. Zeigt Euren Lesern, wer in Eurem RSS-Reader wohnt, wessen Blog ihr über Hotkeys aufruft oder wo ihr die Kommentarspalte vollspammt.
Ich muss zugeben, dass ich persönlich mich gar nicht auf einen einzigen Lieblingsblog festlegen könnte. Da gibt es Sascha, der nicht nur im Apfelfunk mit viel Hingabe über alle Themen rund um das Computerobst berichtet sondern mich mit den Highscore Heroes auch immer wieder zu neuen Spielekäufen verleitet, da ist Olaf, der aus so ziemlich jedem Thema einen Blogeintrag machen kann, Mareike, die Chaosmacherin, der Schnäppchenjäger Fabian von mydealz oder auch Stefan mit Equilibrium, dem definitiv eine große Journalistenkarriere bevorsteht. Nur die paar Blogs zu nennen, wäre einfach nicht fair gegenüber allen anderen, die da draußen so bloggen. Daher bitte ich Euch, werft einen Blick in meine Blogroll. Dort finden sich immer wieder neue und spannende Weblogs, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind!
Google Street View – “German Angst”
Deutschland dreht in diesen Tagen ja so langsam völlig durch. Ein Thema beherrscht die Zeitungen, das Internet und die Radiosender - und damit die Menschen. Der Suchmaschinenriese Google hat angekündigt, seinen digitalen, dreidimensionalen Stadtplan Street View für Deutschlands Großstädte noch in diesem Jahr zu starten. Statt Begeisterung über die neuen Möglichkeiten, die dieses Programm mit sich bringt, hört und liest man jedoch nur vom Entsetzen der Bevölkerung, die mit Schrecken der Veröffentlichung ihrer Privatsphäre harrt. Ich kann die Gerüchte und Behauptungen, die Nachrichten und Politik zu diesem Thema in die Welt hinaus posaunen so langsam nicht mehr hören. Aus diesem Grunde habe ich anbei vier einfache Fakten zu Street View aufgelistet. Vielleicht hilft es ja dabei, dem ein oder anderen verständlich zu machen, was da wirklich passiert.
1. Google Street View sendet keine Live-Bilder!
Immer wieder stößt man auf das Argument, man würde durch Street View qausi dauerhaft überwacht, sei jederzeit im Internet zu sehen. Das Blatt mit den vier großen Buchstaben erfindet gar eine mögliche Gefahr durch Pädophile, die "spielende Kinder im Vorgarten" beobachten können. Das ist ausgemachter Blödsinn. Street View ist eine Momentaufnahme. Ein Kamerawagen hat ein einmaliges Foto aufgenommen. Eine Momentaufnahme. Diese ist im Internet zu sehen. Die Bilder sind oftmals mehr als ein Jahr alt, mit jedem Tag mehr werden sie älter. Durch ein derartiges Foto wird niemand dauerhaft ausspioniert oder überwacht. In 99% aller Fälle ist ein Garten oder eine Hausfassade zu sehen - ob der Baum auf dem Bild heute noch steht oder das Haus nach wie vor grün gestrichen ist, weiß niemand. Ein Paradebeispiel ist hier auch eine andere Funktion aus Google Maps, der Basis für Street View. Hier kann man sich Satellitenbilder der Gegend anschauen. Mein Elternhaus steht dort noch auf der grünen Wiese, mittlerweile gibt es dort eine ganze Siedlung. Unser aktuelles Wohnhaus war zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht einmal gebaut. An der Stelle ist nur eine große Baustelle zu sehen. Natürlich ändern Straßenzüge nicht alle paar Jahre ihr Gesicht. Deshalb lässt sich Street View auch hervorragend dafür nutzen, die Umgebung um das Urlaubshotel virtuell zu erkunden oder sich eine Wegstrecke vorher einmal etwas genauer anzuschauen. Dem vielzitierten Einbrecher bringt der Dienst aber rein gar nichts. Die bösen Jungs kommen weiterhin nicht drum herum, am Objekt ihrer Begierde tatsächlich mal vorbeizufahren.
2. Google Street View kann nicht durch Wände sehen!
Gerne wird von Kritikern über "den Blick ins Schlafzimmer" schwadroniert. Auch hier gilt: Blödsinn! Die Kamerawagen schießen ein Foto von der Straße aus. Auf den Bildern ist nichts zu sehen, was ein vorbeifahrender oder -laufender Passant nicht auch erkennen könnte.
3. Google Street View zeigt mein Gesicht, Autokennzeichen oder Türschild!
Nein. Unsere Politiker fordern zwar tapfer, dass Gesichter und Autokennzeichen in dem Dienst anonymisiert werden müssten (an Tür- oder Klingelschilder hat man offenbar noch gar nicht gedacht), beweisen damit aber nur, dass sie Street View nie selbst getestet haben. Gesichter und (in Europa) auch Autokennzeichen werden - genauso wie Tür- und Klingelschilder sofern erkennbar - unkenntlich gemacht. Google arbeitet dabei ausgesprochen gründlich.
4. Ich kann der Veröffentlichung bei Street View nur 4 Wochen widersprechen!
Dieses Gerücht geistert sein ein paar Tagen durch die Medien - und ist ausgemachter Blödsinn. Google räumt - übrigens nur speziell für Deutschland - die Möglichkeit ein, der unbearbeiteten Veröffentlichung eines Fotos, auf dem das eigene Haus oder die eigene Wohnung zu sehen ist, vor dem Start des Dienstes zu widersprechen. Wer also in den vier Wochen entsprechenden Widerspruch einreicht, dessen Haus ist bereits zum Start von Street View weichgezeichnet - also schwer zu erkennen. Völlig aus dem Dienst verschwindet man damit aber nicht. Ist Street View erst einmal gestartet, hat man jederzeit die Möglichkeit, sein Gebäude nachträglich unkenntlich machen zu lassen. Wie das funktioniert, erklärt Google selbst.
Wer genaueres zu Googles Vorgehensweise in Sachen Datenschutz wissen möchte, kann sich hier umfassend informieren. Dort ist auch erklärt, wie man vorab widersprechen kann.
Aus meiner persönlichen Sicht heraus, hat die Diskussion um Google Street View zwei einfache Gründe. Die Medien sind dankbar dafür, das Sommerloch füllen zu können (für Krokodile in Badeseen war es dieses Mal wohl das falsche Wetter) und unsere Politiker sind froh darüber, von ihren eigenen Themen mal ablenken zu können. Da werden Presse und Volk mit Google Street View bedient und Themen wie das SWIFT Abkommen, der neue Personalausweis ePerso, die DEmail oder auch die Volkszählung ZENSUS 2011 fallen dabei völlig unter den Tisch. Dabei wäre ein Aufschrei bei diesen Themen um so viel dringender.
Update
An dieser Stelle noch der Hinweis auf den äußerst lesenswerten Artikel Pro Google Street View von Anatol Stefanowitsch: "Die Straße gehört uns allen."
Kommt eine deutsche Online-TV-Plattform?
Ich beschäftige ja mich schon einige Zeit mit der Frage, wann wir endlich TV-Inhalte ähnlich wie in den USA abrufen können. Größtes Vorbild ist hier natürlich hulu.com, die es aus lizenzrechtlichen Gründen ja nach wie vor nicht über den großen Teich schaffen. Gute Nachrichten vermeldet heute AREA DVD. So planen die Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL eine gemeinsame Online-Plattform, die TV-Inhalte auch im Netz verfügbar machen soll.
Ziel der Privatsender ist der Aufbau "eines Gemeinschaftsunternehmens für den Betrieb einer offenen technischen Plattform zum zeitversetzten Abruf von TV-Inhalten im Internet." Das Angebot des neuen Unternehmens richtet sich sowohl an private als auch öffentlich- rechtliche TV-Sender aus Deutschland und Österreich.
Mit der Plattform sollen vollständige Serien, Filme, Shows oder Nachrichtensendungen in einem zentralen Angebot im Internet zur Verfügung gestellt und individuell in einem eigenen Angebotsbereich auf der Plattform präsentiert werden.
Auch wenn hierbei noch viele Fragen ungeklärt sind, so ist das in jedem Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung. Bleibt zu hoffen, dass sich viele öffentliche und private Sender an diesem Vorhaben beteiligen und vor allem, dass man es nicht in letzter Minute doch noch in den Sand setzt. Auch die Frage, inwiefern mobile Geräte in die Nutzung einbezogen werden sollen, ist noch ungeklärt. Ich bin gespannt, was uns da erwartet.
Solange wir noch darauf warten, erlaube ich mir auch noch mal den Hinweis auf die Kombination von hulu.com und BlackVPN. Hierzu habe ich ja bereits einen Artikel geschrieben.
Live-TV auf iPhone und iPad mit TvBoy
Vor kurzem gab es ja bereits helle Aufregung unter den iPhone- und iPad-Besitzern als die Links der schweizerischen BlickTV App öffentlich wurden. Auch ich hatte dazu einen kurzen Artikel verfasst. Die Qualität der Streams war klasse, leider (wenn auch verständlicherweise) wurde das Angebot zwischenzeitlich deaktiviert. Jetzt bin ich jedoch über die Ankündigung eines jungen Entwicklers gestoßen, der in einem kurzen YouTube-Video Einblick in seine neue App "TvBoy" gibt. Das sieht alles sehr vielversprechend aus. Angeblich ist die Anwendung bereits bei Apple eingereicht und soll demnächst im App-Store erscheinen.
Etwas misstrauisch bin ich noch, da es sich hierbei um exakt die Sender der BlickTV-App handelt. Ob hier also auch nur auf "entliehene" Links gesetzt wird oder ob da tatsächlich etwas gänzlich eigenes auf die Beine gestellt wurde, werden wir aber hoffentlich in Kürze erfahren. Wenn es sich hierbei um eine eigenständige App handelt, wäre das in jedem Fall meine Kaufempfehlung des Jahres! Hoffen wir einfach mal das Beste!
Update
Es wäre ja auch zu schön gewesen... Ich habe ein wenig im Netz recherchiert. Offenbar hat der Entwickler - wie vermutet - die BlickTV-Links genutzt. In diesem Fall wird eine solche App vermutlich Wunschdenken bleiben. Ich halte selbstverständlich weiterhin die Augen offen, ob nicht doch etwas entsprechendes im App-Store erscheint.
[TV] Seriesly – Der Serien-Reminder
Da bin ich beim McWinkel doch tatsächlich mal über einen Beitrag gestolpert, der nichts mit Lifestyle oder seinem Ego zu schaffen hat.
Wer als Serienfan keine neue Folge seiner Lieblingsserie verpassen möchte, muss Augen und Ohren immer offen halten. Zu schnell verpasst man, dass da wieder eine neue Folge des Lieblingsprogramms erschienen ist. Die Webseite "Seriesly" bietet nun die Möglichkeit, sich über das Erscheinen neuer Serienfolgen einfach per Email, RSS-Feed oder per Kalendereintrag kostenlos(!) informieren zu lassen.
Eine ganz nette Idee, auch wenn ich vermute, dass der "Service", dazu gleich passende Torrent- oder Streaminglinks bereitzustellen, der Seite nicht nur Freunde schaffen wird. Ich bevorzuge sowohl meine Filme als auch meine Serien auf blauer Scheibe (oder als adäquaten - gekauften - HD-Download). Letztenendes muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Die Idee, den Serienfan rechtzeitig über eine neue Folge zu informieren, ist allerdings genial. Ich habe mir mal eine kleine Übersicht reiner Erinnerungen zusammengestellt und bin gespannt, ob der Service hält, was er verspricht.
Update
Wer den Service in besser, schöner und ohne Grauzonen-Feeling testen möchte, wirft mal einen Blick auf myepisodes.com. Vielen Dank an Sascha für den Hinweis in den Kommentaren!
Live-TV auf iPhone und iPad
Bisher war es nur über Umwege (und mit Einsatz entsprechender Hardware) möglich, auf iPhone und iPad auch Fernsehbilder zu empfangen. Im Netz bin ich nun über eine interessante Info gestolpert. Ein Streamingportal aus der schönen Schweiz bietet derzeit verschiedene TV-Sender im passenden Format für Apples mobile Geräte.
Der Empfang der Sender erfolgt hierbei über den Webbrowser Safari. Ihr müsst nichts weiter tun, als die entsprechende URL (siehe weiter unten) aufzurufen. Die Qualität des Streams passt sich dabei offenbar der Verbindungsqualität an. Sehr schön ist, dass auch der Empfang über UMTS möglich ist - auch wenn man in diesem Fall wohl lieber sein verbrauchtes Volumen im Auge behalten sollte. Mögliches Problem ist wohl die ungewisse Verfügbarkeit der Streams. Wie lange wir von diesem Angebot profitieren dürfen, ist offenbar unklar.
Hier also nun die Links zu den verschiedenen TV-Sendern. Einfach über iPhone oder iPad aufrufen und die gewünschte TV-Sendung genießen:
ARD / ZDF / RTL / RTL II / SAT.1 / Pro7 / Kabel eins / VOX / DMAX / MTV
Update - 13.07.2010
Das Vergnügen wärte leider nicht lange... Die Links sind mittlerweile gesperrt, ein Zugriff ist nicht mehr möglich. Schade. Es stellt sich wirklich die Frage, warum die Sender einen solchen Service nicht direkt selbst anbieten. Da könnten sich doch ganz neue Möglichkeiten erschließen. Vielleicht... Irgendwann...
Hulu.com mit BlackVPN in Deutschland nutzen
Das Online-Angebot von hulu.com dürfte so ziemlich jedem Serien-Fan ein Begriff sein. Auf dieser Seite finden sich völlig legal die neuesten TV-Serien aus den USA. Garniert mit ein wenig Werbung kann der geneigte Serienjunkie nach Herzenslust frischen Seriennachschub konsumieren. Die Sache hat nur einen kleinen Haken...
Internationale Besucher (uns Deutsche eingeschlossen) haben nicht viel von dieser genialen Webseite. Ein Pop-Up informiert darüber, dass das betreffende Land nicht für die Seite lizensiert ist, hulu.com steht nur US-Bürgern zur Verfügung. Mit anderen Worten: Wir müssen draußen bleiben. Soviel zum "freien Internet"...
Gott sei Dank gibt es eine simple Lösung um diese Schikane zu umgehen. Mittels eines Virtual Private Networks, kurz VPN, kann der geneigte User über eine IP-Adresse auf die Webseite zugreifen, die für die Wiedergabe freigegeben ist. Eine kurze Google-Suche fördert zahlreiche kostenlose VPN- (und Proxy-)Server zu Tage, die genau diesen Service bieten. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass diese kostenlosen Angebote gerade zu den "Hauptverkehrszeiten" eine fürchterliche Performance bieten. Video-Streaming ist damit ein Ding der Unmöglichkeit.
Um so mehr freute ich mich, als ich bei Sascha von Apfelfunk.de einen Hinweis auf den VPN-Service von BlackVPN entdeckte! Für fünf Euro im Monat erhält man Zugang zu einem ausländischen VPN-Server (US, UK oder EU), mit dem man bspw. auf hulu.com problemlos aktuelle US-Serien genießen kann. Ich nutze diesen Service nun gut zwei Monaten regelmäßig und kann nur sagen: Ich bin begeistert. Die Verbindungsqualität ist hervorragend, der Service läuft stabil. Und dem Serien-Genuss steht endlich nichts mehr im Wege!
Als iPad-Besitzer kommt erschwerend hinzu, dass sich auch auf diesem Gerät problemlos eine entsprechende VPN-Verbindung etablieren lässt. Gerade im Hinblick auf die frisch veröffentlichte App Hulu+ (derzeit nur im amerikanischen App-Store verfügbar) eine schöne Sache.
Wer selbst einmal testen möchte, wie gut die Geschichte funktioniert, kann sehr gerne den folgenden Referal-Code nutzen: YTCJGQQ Damit erhaltet Ihr drei Monate für insgesamt 5 Euro. (Und ich bekomme einen Monat gratis geschenkt.) Ich kann Euch versprechen: Wer einmal in den Genuss diesen legalen Serienangebots gekommen ist, möchte es nicht mehr missen.
Link zu BlackVPN / Anleitung zum Einrichten einer VPN-Verbindung
Screencast zum Thema bei Apfelfunk.de













