Couchhero
12Feb/111

2011 wird ein heisses Kino-Jahr

Der Super Bowl beschert uns alljährlich nicht nur ein großes Sportereignis sowie außergewöhnliche TV-Werbung. Er bringt uns auch regelmäßig neue Teaser der kommenden Kino-Blockbuster. Durch meine USA-Reise komme ich leider jetzt erst dazu, etwas darüber zu schreiben. Schon jetzt steht fest, dass 2011 ein heisses Kino-Jahr werden wird! Anbei eine kleine Auswahl meiner Favoriten. Und auf welche Streifen freut Ihr Euch?

Transformers: Dark of the Moon

Nach dem Klick auf "Weiterlesen" unten rechts gibt es die restlichen Teaser.

19Jan/114

[Kino] Tron: Legacy (3D, 2010)

Tron: Legacy

Tron: Legacy

Als "Tron" 1982 zum ersten Mal über die Kinoleinwand flackerte ahnte niemand, dass dieser Film die digitale Revolution einläuten würde. Von den Kinogängern seinerzeit weitgehend unbeachtet, markierte der Film von Regisseur Steven Lisberger einen Meilenstein der Computertechnik als er zum ersten Mal überhaupt CGI-Effekte in Massen nutzte. Gut 28 Jahre später wagt sich Disney nun an eine Fortsetzung der Geschichte...

Vor mehr als zwei Jahrzehnten verschwand der visionäre Computerspezialist Kevin Flynn (Jeff Bridges) spurlos und lies seinen Sohn Sam (Garret Hedlund) zurück. Auf der Suche nach seinem Vater muss Sam feststellen, dass dieser in die digitale Welt des "Rasters" gezogen wurde und dort gefangen ist. Versehentlich wird Sam ebenfalls in diese faszinierende - allerdings auch tödliche - Welt transportiert. Zusammen mit seinem Vater macht er sich auf den beschwerlichen Weg zum Portal - dem einzigen Ausgang aus der virtuellen Welt. Doch Sam und Kevin sind nicht die Einzigen, die gerne in die echte Welt entkommen möchten...

Die Gerüchteküche um eine Fortsetzung des Films kochte ja bereits seit einigen Jahren. Spätestens mit der Veröffentlichung eines ersten Teaser-Trailers auf der Comic-Con 2008 wurde "Tron: Legacy" von vielen Filmfans gespannt erwartet. Und das Warten hat sich gelohnt - zumindest in visueller Hinsicht. Der Film ist ein wahrer Augenschmaus. Die elektronische Welt des "Rasters" offenbart sich auf der Kinoleinwand in einer faszinierenden digitalen Hommage an den ursprünglichen "Tron"-Film. Als Zuschauer weiß man gar nicht, auf was man seine Augen zuerst richten soll. Regisseur Joseph Kosinski zaubert - unter den wachen Augen des heutigen Produzenten und Regisseurs des Originalstreifens Steven Lisberger - mit (digitalem) Schwarz- und Neonlicht ein unglaubliches Schauspiel auf die Kinoleinwand. Die gekonnt verarbeiteten 3D-Effekte entführen den Kinobesucher immer tiefer in die digitale Welt von "Tron". Selbst als erklärter Gegner der 3D-Technik muss ich dabei einräumen, dass mir der Film - zum ersten Mal seit "Avatar" - in diesem Format tatsächlich Spaß gemacht hat. (Als technisches Highlight sei angemerkt, dass "Tron: Legacy" als erster 3D-Film überhaupt einen komplett digital erstellten Kopf und Körper mit einem realen Darsteller verschmilzt und es so Jeff Bridges ermöglicht, die Figur des Kevin Flynn in jung und alt darzustellen.)

Tron: Legacy
Tron: Legacy

Bei so viel Aufwand für die digitale Verarbeitung des Films blieb leider ein anderer Teil auf der Strecke: die Story. Nett erzählt, allerdings ohne echte Höhepunkte, plätschert sie so vor sich hin. Überraschungen? Nebenhandlungen? Fehlanzeige! So ist dem erfahrenen Kinogänger spätestens ab dem Einstieg Sams in den "Raster" klar, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Die paar angedeuteten Plot-Wendungen reissen vermutlich selbst unbedarfte Kino-Freunde nicht vom Hocker. Dass der Höhepunkt des Films - ein atemberaubendes Lichtmotorradrennen - bereits deutlich vor Filmhälfte zu sehen ist, ist der Sache dabei ebenfalls nicht dienlich. Alles in allem hatte ich stets das Gefühl, dass Disney hier eine hartnäckig auf familienfreundlich getrimmte Story bietet, die auf keinem Fall durch unerwartete Wendungen, Kinozuschauer verwirren oder gar verstören will. Mit dem Ergebnis, dass storytechnisch die Luft leider völlig raus ist. Wo wenig Story ist, bleibt auch wenig Platz für die Darsteller. Bridges, Hedlund und auch die weibliche Hauptrolle Olivia Wilde (Quora) machen ihre Sache handwerklich gut - mehr als ein paar Einzeiler werden ihnen aber zu keinem Zeitpunkt abverlangt. Und große Emotionen sind in einer Computerwelt sowieso Fehlanzeige. Da bleibt nicht mehr viel Platz für schauspielerische Glanzleistungen.

Ein Lichtblick ist dafür der epische Soundtrack des Films (Affiliate-Link). Niemand geringer als das French-House-Duo "Daft Punk" zeichnen für die musikalische Unterhaltung in "Tron: Legacy" verantwortlich. Mal sanft, mal treibend untermalen sie den gesamten Film. Persönlich habe ich lange keinen Film mehr gesehen, bei dem ich den Soundtrack als derart passend und stimmig empfunden haben - obwohl elektronische Musik normalerweise eher selten in meinen Playlists zu finden ist. "Daft Punk" haben es übrigens zu einem kleinen Gastauftritt in den Film geschafft. Ich verrate jedoch nicht wo, das müsst Ihr selbst erraten.

Alles in allem ist "Tron: Legacy" ein unterhaltsamer und optisch äußerst ansprechender Film, den man auch ohne Kenntnis des Originals (Affiliate-Link) bedenkenlos sehen kann. Auch wenn es storytechnisch sicher nicht für die ganz große Saga reicht, so ist alleine das visuelle Erlebnis einen Kinobesuch wert. Wer auf digitale Welten, tolle Effekte und elektronische Musik steht, sollte sich den Kinobesuch in jedem Fall gönnen. Wer jedoch ohne ausgefeilte Story mit entsprechendem Tiefgang nicht leben kann, macht besser einen Bogen.

17Nov/103

Family Guy meets Harry Potter

Family Guy meets Harry Potter

Family Guy meets Harry Potter

Kleines Netzfundstück anlässlich des Kinostarts der ersten Hälfte des letzten "Harry Potter" Films. Wie schaut's bei Euch aus? Schon Kinokarten organisiert? Geht's heute Abend in die Preview? Ich fürchte ja sehr, dass ich den Streifen erst wieder im Heimkino zu sehen bekomme. Für's Kino ist derzeit einfach so gar keine Zeit. Leider...

13Nov/100

“Battle: Los Angeles” – Erster Trailer online

Völlig ahnungslos bin ich heute über einen neuen Eintrag im EquilibriumBlog von Stefan gestolpert. Mit "Battle: Los Angeles" kommt offenbar ein echter Leckerbissen auf uns zu. "District 9" meets "Independence Day" meets "Krieg der Welten". Der erste Trailer verspricht ganz großes Kino! Das muss einfach episches Science Fiction-Kino werden! Auf jeden Fall ein Film, den man sich für das Kinojahr 2011 schon mal vormerken sollte.

Wer neugierig geworden ist, kann sich bei YouTube auch noch einen kurzen internationalen Teaser ansehen, der ein paar weitere Ausblicke auf den Film gibt.

12Sep/102

3D im Heimkino: Todesstoß durch Exklusivtrend?

Ich bin wahrlich kein Fan des aktuellen 3D-Hypes, der die Kino-Branche seit einiger Zeit beherrscht. Zugegeben, es gab ein paar wirkliche Highlights in 3D - "Avatar" war bspw. wirklich beeindruckend - letztenendes bleibt es aber eben doch nur ein Feature, kein Muss. Um so bedauerlicher empfinde ich den aktuellen Trend, Filme zwanghaft in 3D auf die Leinwand zu bringen. Den meisten Streifen sieht man einfach an, dass dafür an anderer Stelle das Budget leiden musste. Und mal ganz ehrlich - "Resident Evil" wird auch in 3D nicht besser. Dazu kommt, dass ich persönlich es als durchaus lästig empfinde, im Kino eine Brille tragen zu müssen.

Mittlerweile ist der 3D-Hype ja auch auf die Heimkino-Branche übergeschwappt. Die diesjährige IFA in Berlin hat ja deutlich gezeigt, wohin der Trend gehen soll. Schon im Kino halte ich dieses Extra für überflüssig - im Heimkino gar für völlig fehl am Platze. Wenn überhaupt lebt 3D von großen, raumgreifenden Effekten. Im Kino sah es durchaus beindruckend aus, wenn bei "Avatar" auf der Leinwand der Dschungel lebendig wurde. Aber was soll das Bitte im Heimkino werden? Wachsen da dann Zimmerpflanzen aus dem Bildschirm?

Um so unverständlicher ist es, dass die Hersteller der 3D-Hardware (Sony, Samsung, etc.) den Markt der in 3D verfügbaren Filme für's Heimkino künstlich verknappen. Offenbar hoffen die Hersteller darauf, mit Hilfe der Filme Käufer für ihr Produkt begeistern zu können. So sicherte sich Sony die Rechte an der 3D-Version von Tim Burton's "Alice im Wunderland", bei Samsung gibt es exklusiv die "Shrek"-Reihe in 3D. Wer den Film sehen will, darf sich auch gleich den dazu passenden Fernseher kaufen. Einzeln wird es die Filme vorerst nicht geben, da bleibt es wohl bei der Handvoll überhaupt im Handel verfügbaren 3D-Scheiben. Was für ein Blödsinn...

Ohne die entsprechende Filmvielfalt wird 3D im Heimkino in absehbarer Zeit sterben. Eine Koppelung von Medien und Hardware war im Heimkino-Bereich noch nie erfolgreich.

Artikel zum Thema bei heise.de

4Sep/100

[Kino] The Expendables (2010)

The Expendables - The boys are back in town!

The Expendables - The boys are back in town!

Ein Trupp bestens ausgebildeter und knallharter Söldner - The Expendables - erhält den Auftrag, den Diktator einer Bananenrepublik abzusetzen. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass alles doch komplizierter wird, als eigentlich geplant. Offenbar hat ihr Auftraggeber darauf verzichtet, ein paar Details weiterzugeben....

Stallone is back! Und er hat ein paar Freunde mitgebracht! Mit brachialer Gewalt lassen die Altstars (unterstützt von einigen jüngeren Kollegen) das Gewaltkino der 80er Jahre wieder auferstehen. Handgemachte, vor Testosteron triefende, brutale, dreckige Action. So etwas hat man im Kino schon lange nicht mehr gesehen! Sly und Konsorten zeigen, wofür die 80er Jahre standen. Gewalt ist immer die Antwort des Helden auf die ungelösten Fragen und Probleme des Lebens. Und so ist es selbstverständlich, dass man nicht nur ein Inselvolk mit brachialer Gewalt von seinem Despoten erlöst. Ebenso selbstverständlich ist es, den bösen neuen Freund der Exfreundin und dessen Kumpels ordentlich aufzumischen.

Es ist diese erfrischende simple Art, die den Film so unterhaltsam macht. Die (bösen) guten Jungs hauen ordentlich drauf, die (bösen) bösen Jungs bluten ordentlich. Und wenn man die guten Jungs dann endlich wieder daran erkennen kann, dass sie viel mehr Leute töten als die bösen Jungs - dann ist man endlich wieder im Actionkino angekommen, wie es schon immer sein sollte!

Natürlich ist die Story an sich flacher als ein Bierdeckel. Da die wohl längste - nicht von Explosionen unterbrochene - Rede aber gerade mal 30 Sekunden dauert, interessiert das nicht weiter. Hier will man man muskelbepackte Actionhelden sehen. Wer auf ausgefeilte Dialoge hofft, ist im falschen Film. Nichtsdestotrotz hält "The Expendables" auch ein paar äußert amüsante Dialoge parat. So ist der kurze Schlagabtausch zwischen Schwarzenegger und Stallone ebenso brilliant, wie die Beschwerden des zu kurz geratenen Jet Li.

Alles in allem ist "The Expendables" der wohl beste (Männer-)Film in diesem Jahr. Zugegebenermaßen ein wenig hirnfrei, dennoch äußerst unterhaltsam. Die 103 Filmminuten fliegen nur so am Zuschauer vorbei und bevor man sich richtig erholt hat, erscheint auch schon der Abspann. Wer noch nach einem sehr guten Film für den nächsten Männerabend sucht: Hier ist er! Ich für meinen Teil freue mich bereits heute auf die Heimkino-Verwertung. Stallone hat bereits angekündigt, dass es einen gut 15 Minuten längeren Director's Cut geben soll. Und ich vermute stark, dass es sich hierbei nicht um 15 Minuten Dialog handelt...

21Aug/100

[Kino] The A-Team – Der Film (2010)

The A-Team - Der Film Die Spezialeinheit von Colonel John "Hannibal" Smith steht im Irakkrieg loyal ihren Mann. Als die vier Männer ausgebootet werden, indem man ihnen den Diebstahl von Falschgeldplatten anlastet, wandern sie in den Knast. Dort verweilen sie nicht lang: Kraft ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten gelingt Hannibal und Co. der Ausbruch. Der Colonel, der attraktive Templeton "Faceman" Peck, der etwas durchgeknallte Technikspezialist "Howling Mad" Murdock und das lammfromme Muskelpaket Baracus tauchen unter und arbeiten fiebrig daran, den Schuldigen ausfindig zu machen, der sie in den Untergrund zwang.

Meine Freundin hat sich tapfer dagegen gesträubt, das A-Team im Kino zu sehen. Aber für so einen Fall hat man ja gute Freunde. So ging es letzte Woche erneut ins Kino, um sich die Abenteuer des neuen A-Teams anzusehen. Ich war schwer gespannt, was Regisseur Joe Carnahan aus dem Stoff der 80er Jahre Serie (die übrigens zu den erfolgreichsten US-Serien überhaupt zählt) machen würde.

Die erfreuliche Nachricht zuerst: Die Macher haben sich mit ihrer Interpretation des A-Teams soweit vom Original entfernt, dass auch Fans der ersten Stunde den Streifen bedenkenlos ansehen können. Bis auf die Namen der Charaktere ist da nicht viel geblieben. Zwischen Serie und Film liegen Welten. Und nicht nur, weil die Einheit nun für ein Verbrechen im Irak und nicht mehr in Vietnam (fälschlicherweise) angeklagt wird.

The A-Team - Der Film

The A-Team - Der Film

Der Film selbst erinnert an einem MTV-Clip auf Drogen. Die Szenen rasen aneinander vorbei, die Bilder springen hektisch hin und her. Die einzige Konstante sind die (CGI-)Explosionen, von denen es reichlich gibt. Ob Story, ob Darsteller - spielt alles keine Rolle. Und so verwundert es nicht, dass Geschichte und schauspielerische Leistung etwa auf dem Niveau einer mittelmäßigen TV-Episode liegen. Offenbar hoffte Regisseur Carnahan darauf, dass diese Dinge den Zuschauer nach dem dritten gewaltigen Feuerball nicht weiter interessieren. Erfrischende Lichtblicke in dem Actionspektakel sind Bradley Cooper als Templeton „Face“ Peck und Sharlto Copley als Captain „Howling Mad“ Murdock. Die Beiden schaffen es tatsächlich, ihren Charakteren eine Persönlichkeit zu verleihen, die den Zuschauern eine Bindung aufbauen lässt. Liam Neeson als John „Hannibal“ Smith ist dagegen eine echte Zumutung. Es gibt eben auch als "Hannibal" mehr zu tun als Zigarre zu rauchen und es zu lieben, "wenn ein Plan funktioniert". Quinton Jackson kann man als B.A. Baracus total vergessen. Mit der Mimik eines Steins stolpert er völlig hilflos über die Leinwand. Draufhauen kann er, das war's dann aber auch.

Insbesondere deutsche Kinogänger brauchen darüber hinaus starke Nerven. Das A-Team jagt die Bösewichte nämlich bis nach Frankfurt am Main. In Erdkunde waren die Filmmacher aber offenbar nicht besonders gut. Und so stehen der Kölner Dom und Hauptbahnhof ebenso in Frankfurt, wie die US-Botschaft aus Berlin. Dass die Autos in der Stadt fast ausnahmslos mit "FF" - also Frankfurt/Oder - unterwegs sind, verkommt da ebenso zur Kleinigkeit, wie der Umstand, dass der typische Deutsche eine Bratwurst in der Hand hält. Und das Frankfurt für seine norwegischen Fjorde und Seen bekannt ist, weiß ja wohl ein jedes Kind.

Alles in allem macht der Film dank unzähliger Explosionen und anderer wahnsinniger Stunts (einmal) als sinnfreier CGI-Actionstreifen Spaß - wenn man in der Lage ist, die vorgenannten Punkte hartnäckig auszublenden. Greift Euch reichlich Bier, noch mehr Popcorn, ein paar gute Freunde und lasst auf jeden Fall die Freundin daheim. Und bleibt in jedem Fall bis nach dem Abspann sitzen. Die beste Szene versteckt sich nämlich dort.

15Aug/100

[Kino] Kindsköpfe (2010)

Kindsköpfe Fünf alte Freunde und ehemalige Sportkameraden (Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, Rob Schneider und David Spade) treffen sich nach vielen Jahren wieder, um ihrem verstorbenen Basketball-Trainer aus Kindheitstagen die letzte Ehre zu erweisen. Zusammen mit ihren Ehefrauen (u.a. Salma Hayek) und Kindern verbringen sie das lange Feiertagswochenende rund um den 4. Juli in einem Haus am See, wo sie vor langer Zeit einmal ihre Meisterschaft gefeiert haben. Die Freunde versuchen, da anzuknüpfen, wo sie damals aufgehört haben, und stellen fest, dass Älterwerden nicht automatisch auch Erwachsenwerden bedeutet...

Nach Monaten haben wir es tatsächlich endlich mal wieder ins Kino geschafft. Bei der Wahl des Filmes setzte sich meine Freundin durch. Ich wollte ja eigentlich das "A-Team" sehen. Das hole ich mit etwas Glück aber nächste Woche nach. Rückblickend haben wir aber auch mit "Kindsköpfe" nichts falsch gemacht. Der Film ist im Grunde nichts weiter als die Aneinanderreihung lustiger Szenen und Momente, die situationsbedingt mal auf den einen, mal auf den anderen Hauptdarsteller zugeschnitten sind. Und so dürfen Sandler, James und Co. ein Feuerwerk an unterschiedlichsten Gags zünden. Familienfreundlich, wie der Film ist, bleibt dabei alles über der Gürtellinie. Fäkalhumor hat der Streifen dank seiner Besetzung auch wirklich nicht nötig. Dass die Story auf einen Bierdeckel passen würde und ungefähr so viel Tiefgang wie eine Öllache auf dem Wasser hat, fällt überraschenderweise so gar nicht ins Gewicht. Dafür unterhalten die Comedy-Stars die Zuschauer einfach zu gut. Im Grunde fühlte ich mich die ganze Zeit an eine erwachsene Version von "American Pie" erinnert. Und ganz ehrlich. Wer von uns saß noch nicht Abends mit ein paar guten Freunden bei einem Bier zusammen und lies die alten Zeiten Revue passieren?

Kindsköpfe - Filmszene

Kindsköpfe - Filmszene

"Kindsköpfe" verbreitet ausschließlich gute Laune (der traurigste Moment ist wohl die Erkenntnis, dass es die Zahnfee nicht gibt) und lässt die Zeit wie im Flug vergehen. Der ausgesprochen angenehme Soundtrack trägt dazu bei, dass sich der Zuschauer 102 Minuten lang wie auf einer Sommerparty fühlt. Wer den Film noch nicht gesehen hat, greift sich am Besten die Freundin, etwas Kühles zu trinken und einen Eimer Popcorn. Und dann nichts wie ab in den Kinosaal. Falsch machen kann beim dem Streifen wirklich nichts. Und ich werde beim nächsten Treffen mit meinen Freunden mal eine Runde "Pfeil-Roulette" vorschlagen...