Couchhero
21Jan/1114

[HowTo] Netflix.com in Deutschland nutzen

Video on Demand ist eine feine Sache. Die gewünschten Filme oder TV-Serien stehen unmittelbar nach der Auswahl als Stream zur Verfügung und können direkt am Computer genossen werden. Leider ist ein solcher Service in Deutschland aber auch eine ziemlich teure Angelegenheit. So zahlt man bspw. bei "Maxdome" satte 19,99 Euro für das Gesamtpaket. Zwanzig Euro. Pro Monat. Gut 240 Euro im Jahr. Möchte man ausschließlich TV-Serien sehen, so werden dafür immer noch stolze 9,99 Euro pro Monat fällig.

Netflix
Netflix

Diesbezüglich sind uns die Amerikaner weit voraus. Über das herausragende Hulu hatte ich ja bereits berichtet. Werbefinanziert aber gratis gibt es hier eine Vielzahl von Filmen und - vor allem - TV-Serien zu sehen. Wem das nicht ausreicht, der sollte einmal bei Netflix (Link) vorbeischauen. Bei Netflix handelt es sich um einen klassischen Verleihservice, der seine DVDs per Post verschickt. Ein deutsches Pendant hierzu wäre bspw. "Lovefilm". Das Besondere an Netflix ist jedoch, dass ein Großteil des verfügbaren Angebotes auch als Stream abgerufen werden kann. Und hier wird es interessant...

Praktischerweise bietet Netflix nämlich auch einen "Streaming only"-Tarif für 7,99 Dollar im Monat. Das sind je nach Kurs etwa 6 Euro für das volle Stream-Programm. Im Folgenden will ich Euch erklären, wie Ihr in den Genuss eines solchen Abonnements kommt.

Wie so oft hat die Sache nämlich zwei größere Haken. Zum einen ist das Netflix-Angebot auf die USA beschränkt. Wer von außerhalb kommt, wird anhand seiner IP-Adresse sofort als Ausländer identifiziert und hat keine Chance, ein Video zu starten. Wie schon bei Hulu.com schafft hier ein entsprechender VPN-Service Abhilfe. Ich empfehle hierzu BlackVPN (Link), deren Service ich seit Monaten nutze. Mit diesem Service erhält Euer Computer eine amerikanische IP-Adresse. Ihr tut also so, als befändet Ihr Euch in den USA. Details zu BlackVPN und zur Einrichtung des VPN-Services auf Eurem Rechner bekommt Ihr hier. (Mit "YTCJGQQ" könnt Ihr den Service drei Monate lang zum Preis von fünf Euro testen.) Natürlich tut es auch jeder andere VPN-Anbieter. Ihr solltet aber darauf achten, dass Ihr auch mit VPN über eine entsprechende Bandbreite verfügt. Da wird es insbesondere bei Gratis-Anbietern zu den Stoßzeiten schnell eng.

Gestreamter Film aus der Netflix-Bibliothek
Gestreamter Film aus der Netflix-Bibliothek

Als nächstes benötigt Ihr einen Account bei Netflix. Früher kam man relativ leicht und ohne die Angabe größerer Datenmengen an gratis Testmonate. Dem hat man mittlerweile leider einen kleinen Riegel vorgeschoben. So kommt Ihr nicht mehr drum herum, Euch bei Netflix als User zu registrieren. Hierzu wird zwingend eine Kreditkarte benötigt. Und wie das bei amerikanischen Unternehmen oftmals so ist, werden ausschließlich US-Kreditkarten akzeptiert. Mit Eurer deutschen Visa, Mastercard oder Amex schaut Ihr in die Röhre. (Gerüchten zu Folge konnten sich einige User mit deutschen Visa-Kreditkarten registrieren. Ich konnte dies im Selbstversuch mit verschiedenen Visa-Karten nicht erfolgreich nachvollziehen.) Stattdessen setze ich hierbei auf EntroPay (Link). Hierbei handelt es sich um ein britisches Unternehmen, das virtuelle Kreditkarten herausgibt. Das besondere dabei ist, dass Ihr die Währung Eurer Kreditkarte selbst bestimmen könnt. Natürlich macht es an dieser Stelle Sinn, sich für Dollar zu entscheiden. Die Anmeldung bei EntroPay ist kostenlos, allerdings administrativ ein wenig aufwendig. Es werden relativ viel persönliche Daten abgefragt und mogeln ist da leider nicht möglich - sonst gibt es nämlich keine Kreditkarte. Wollt Ihr Eure virtuelle Kreditkarte aufladen, werden 4,95% des Aufladebetrages als Gebühr fällig.

Habt Ihr Euch eine virtuelle Kreditkarte bei EntroPay organisiert, so könnt Ihr diese als Zahlungsmittel bei Netflix während Eurer Anmeldung hinterlegen. Bei der Angabe der (amerikanischen) Adresse müsst Ihr ein wenig erfinderisch sein. Ich persönlich wohne gerne in irgendwelchen Schnellrestaurants oder Hotels. Nicht alle Anschriften funktionieren, da braucht es ein wenig Geduld. Wart Ihr mit Euren Zahlungs- und Adressdaten erfolgreich, müsst Ihr noch Euer Abo-Modell auswählen. Selbstverständlich müsst Ihr Euch hier für das Streaming-Angebot für 7,99 Dollar entscheiden. Ihr startet bei Netflix mit einem gratis Testmonat. Erst danach wird Eure Kreditkarte belastet. Sollte Euch der Dienst nicht zusagen, könnt Ihr also das Abo während der Testphase kostenlos beenden. Ansonsten ist der Dienst monatlich kündbar. Es empfiehlt sich, die Werbeeinstellungen im Account zu checken und ggf. den Haken bei postalischer Werbung zu entfernen. Die käme ja sowieso niemals bei Euch an...

Und nun viel Spaß mit Netflix!

Wer über ein iPhone oder iPad sowie einen US-iTunes Account verfügt, kann sich darüber hinaus die Netflix App herunterladen. Die App selbst ist gratis. Ein VPN-Service lässt sich auf den Geräten problemlos einrichten. Anschließend loggt Ihr Euch mit Eurem Netflix-Account in der App ein und könnt dann ebenfalls auf das volle Streaming-Angebot zugreifen. So genieße ich bspw. fast jeden Abend noch eine kurze Serie auf dem iPad.

Link zu Netflix / Link zu EntroPay / Link zu BlackVPN

5Dez/107

[DVD] The Pacific

The Pacific - Hell was an ocean away

The Pacific - Hell was an ocean away

Vor gut zehn Jahren erschien HBOs Mini-Serie "Band of Brothers". Unter der fachkundigen Regie von Steven Spielberg und Tom Hanks - die nur zwei Jahre zuvor mit "Der Soldat James Ryan" das Kriegsfilm-Genre neu definierten - erzählt "Band of Brothers" die Geschichte der Easy Company, einer Einheit von Fallschirmjägern der 101st Airborne Division. In zehn Teilen begleitet der Zuschauer die Soldaten von der Landung in der Normandie über die Niederlande bis hinunter nach Berchtesgaden im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht. Grundlage der Serie waren die Berichte von Stephen E. Ambrose sowie die Erzählungen Überlebender der Einheit, die auch in jedem Teil der Serie zu Beginn ein paar Worte zu der damaligen Situation verlieren.

Mit "The Pacific" widmen sich Spielberg und Hanks nun erneut dem Zweiten Weltkrieg. Dieses Mal jedoch einem weitaus unbekannteren Schlachtfeld. Während in Europa zahlreiche Nationen gemeinsam in den Krieg gegen Hitler zogen, kämpften die USA zeitgleich an einer zweiten Front. Nach dem Kriegseintritt Japans auf Seiten Deutschlands und dem verheerenden Angriff auf Pearl Harbor durch japanische Bomber kämpften die USA gegen die japanischen Streitkräfte um die Herrschaft im pazifischen Raum. Schauplatz des Krieges waren dabei die zahlreichen kleinen - zum Teil winzigen - Solomon Inseln, östlich von Papua Neu Guinea. Als potentielle Landepunkte für Luftstreitkräfte waren die Inseln von strategischer Bedeutung. Grundlage der Handlungen sind erneut die Memoiren von Kriegsveteranen. Die Bücher „With the Old Breed: At Peleliu and Okinawa“ von Eugene Sledge und „Helmet for My Pillow“ von Robert Leckie sind Grundlage für die Serie.

The Pacific - Hell was an ocean away

The Pacific - Hell was an ocean away

"Little did we know that Hell was an ocean away..." In "The Pacific" begleitet der Zuschauer die erste, fünfte und siebte Kompanie des US Marine Corps, die den Auftrag haben, die japanischen Streitkräfte vernichtend zu schlagen oder zumindest von den Insel zu vertreiben. Dabei kämpfen sich die Soldaten in aufreibenden und unglaublich grausamen Schlachten von Guadalcanal über Cape Gloucester und Peleliu bis hin nach Iwo Jima. Wie schon in "Band of Brothers" liegt der Fokus dabei auf einigen wenigen Charakteren - hier insbesondere Private First Class Eugene Sledge, Gunnery Sergeant John Basilone und Private First Class Robert Leckie - und ihren Beziehungen zueinander. Ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Entwicklungen verfolgt der Zuschauer durch alle zehn Teile der Serie hinweg. Erneut verfolgt man, wie sich ahnungslose und blutjunge Erwachsene mit dem Schrecken des Krieges auseinandersetzen und für einander einstehen müssen. Wie schon in "Band of Brothers" geraten dabei soziale und kulturelle Unterschiede zur Nebensache. Es zählt nur noch der Kamerad im Schützengraben nebenan. Erschütternd ist dabei insbesondere der Gegensatz aus paradiesischer Inselidylle und gnadenloser Brutalität - sowohl auf japanischer wie auch amerikanischer Seite. Wähnt man sich eben noch im Paradies auf Erden, so tun sich im nächsten Augenblick die tiefsten Abgründe der Hölle auf.

The Pacific - Hell was an ocean away

The Pacific - Hell was an ocean away

Den Machern ist es gelungen, auf dem schmalen Grad zwischen der Darstellung unglaublicher Gewalt und dem Bewahren menschlicher Ideale zu wandeln. So ist man zwar immer wieder Zeuge brutaler Gewalttaten, verfolgt aber auch immer wieder, wie Soldaten an dem Erlebten zerbrechen, von Selbstzweifeln geplagt werden oder an der Gesamtsituation verzweifeln. Der Zuschauer beginnt zu verstehen, was hier tatsächlich von den gerade mal volljährigen (freiwilligen!) Marines erwartet wurde, die völlig unvorbereitet absolutes Grauen nicht nur erleben sondern oftmals auch selbst anrichten müssen. So wechseln die Protagonisten ständig zwischen gut und böse, richtig und falsch - teilweise ohne zu erkennen, warum sie diesen oder jenen Schritt eigentlich gehen.

Es ist nicht leicht, "The Pacific" zu folgen. Die Macher haben hier weniger eine Serie als vielmehr einen zehnteiligen Film abgedreht. Während sich "Band of Brothers" in den einzelnen Folgen primär einzelnen Charakteren widmete und in sich abgeschlossene Episoden zeigte, zeigt "The Pacific" zusammenhängende Folgen, die jeweils wichtig für die weitere Entwicklung der Protagonisten sind. Konsequent erzählen die Macher, wie die einzelnen Soldaten den Krieg erleben, wie es ihren Familien in der fernen Heimat ergeht und wie man nach Kriegsende wieder zueinander findet. Sehr gelungen ist das Ende der gut zehnstündigen Serie: Während man echte Fotos der jeweiligen Protagonisten sieht, erzählen Texttafeln, wie es den einzelnen Soldaten nach ihrer Rückkehr in die Heimat ergangen ist und was aus ihnen wurde. Am liebsten möchte man die fast zehn Stunden am Stück sehen. Was "Band of Brothers" für den Krieg in Europa war, ist "The Pacific" für den Krieg im gleichnamigen Ozean: Ein filmisches Denkmal.

The Pacific - Hell was an ocean away

The Pacific - Hell was an ocean away

Die DVDs (Affiliate-Link) kommen in einer Metallbox, ähnlich der "Band of Brothers"-Serie. Üblicherweise kommen mir nur noch HD-Filme ins Haus, für "The Pacific" habe ich eine Ausnahme gemacht - ich wurde nicht enttäuscht. Die DVD bieten eine hervorragende Schärfe und ein sauberes Bild. Insbesondere die Naturaufnahmen sind ein Augenschmaus. Auch der Ton weiß zu überzeugen, die Schlachten lassen nicht nur den Subwoofer ordentlich schwitzen. Wer auf Bonusmaterial steht, wird ebenfalls gut bedient. So bietet die DVD-Fassung Details über das wahre Leben der einzelnen Protagonisten, ein 30-minütiges Making-of sowie Informationen zu den historischen und kulturellen Hintergründen des Pazifikkrieges.

Erneut hat HBO bewiesen, dass man ein gutes Händchen für herausragend produzierte Serien hat und große Geschichten nicht zwingend im Kino erzählt werden müssen. Wer "Band of Brothers" mochte, wird auch mit "The Pacific" seine Freude haben. Ich kann die zehnteilige Mini-Serie uneingeschränkt empfehlen.

8Nov/103

[TV] The Walking Dead: 1. Folge kostenlos sehen

The Walking Dead

The Walking Dead

Nachdem ich den alten Artikel jetzt bereits mit zwei Updates aktualisiert habe, gibt es nun doch noch einen kurzen weiteren Beitrag zu AMCs neuer TV-Serie "The Walking Dead".

Wer bisher keine Gelegenheit hatte, sich eine Folge der hochgelobten und erfolgreichen Serie anzusehen, sollte mal bei Sevenload vorbeischauen. Im Rahmen einer Marketingaktion gibt es dort die erste Folge in voller Länge zu sehen. Es handelt sich hierbei um die deutsche Folge, wie sie aktuell auch beim PayTV-Sender FOX (über Sky empfangbar) zu sehen ist. Leider fehlen insgesamt fast zwanzig Minuten im Vergleich zur US-Folge. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Kürzungen in Handlung und Dialogen, um die Serie etwas mehr auf den deutschen Markt zu zuschneiden. (Wir Deutschen haben es offenbar einfach nicht mit Monologen, die länger als 30 Sekunden dauern...) Allerdings fehlen auch einige Gewaltszenen sowie die wohl heftigste Gore-Szene der ersten Folge.

"The Walking Dead" - Folge 1 - kostenlos bei Sevenload ansehen

Update: Wer im Detail wissen möchte, welche Szenen entfernt, gekürzt oder verändert wurden, kann jetzt auch im Schnittbericht zur ersten Folge stöbern.

7Nov/1013

[TV] The Walking Dead

Eigentlich wollte ich ja die ersten paar Folgen abwarten, bevor ich hier ein paar Worte zur neuen AMC-Serie "The Walking Dead" verliere. In Vorfreude auf die zweite Folge, die heute Abend endlich verfügbar sein sollte, schaue ich gerade aber erneut den Piloten - und bin erneut so begeistert, dass ich mich direkt an die Kritik gesetzt habe. Bitte beachtet, dass Ihr in dieser Kritik über den ein oder anderen Spoiler stolpern werdet. Wer völlig unbedarft an die Serie herangehen möchte, liest bitte mit Vorsicht weiter!

"The Walking Dead" ist die TV-Adaption der gleichnamigen Comics von Robert Kirkman. Bereits der erste Trailer lies darauf schließen, dass sich die Macher eng an der Comic-Vorlage orientieren würden. Ich selbst habe die Comics sporadisch gelesen, bin aber weit davon entfernt, die Geschichten auswendig erzählen zu können. Eines lässt sich jedoch auch für mich direkt zu Beginn des Piloten festhalten: Man hat sich unglaublich viel Mühe gegeben, die originale Story zu verarbeiten und Kirkmans Ideen in der Serie zu berücksichtigen. Deutlich wird diese Mühe bspw. in der ersten Hälfte des Piloten. Gute zwanzig Filmminuten werden benötigt, um die Einleitung des Comics - eigentlich nur drei, vier Seiten - in bewegten Bildern darzustellen.

The Walking Dead: Do not open - Dead inside
The Walking Dead: Do not open - Dead inside

Natürlich konnte die Serie die Comics nicht 1:1 adaptieren. So gibt es einige kleine Änderungen und Abweichungen in den Erzählungen, alles in allem aber nichts, dass ein Fan-Herz bluten lassen würde. So ist bspw. die erste Szene des Piloten - die Hinrichtung eines kleinen (Zombie-)Mädchens durch Rick - in keinem Comic zu finden. Gleichzeitig unterstreicht der eiskalte Headshot, was den Zuschauer in dieser Serie erwarten wird: unglaubliches Grauen, unschuldige Opfer und brutale Gewalt. Wer an dieser Stelle schlucken muss, schaltet hier besser ab.

Besonders gefallen mir die epischen Bilder, mit denen Regisseur Frank Darabont arbeitet. Der mit Leichen gepflasterte Innenhof des Krankenhauses ist so ein Bild. In diesen Szenen wird das grausame Ausmaß der Zombie-Katastrophe sichtbar. Niemand wird verschont, niemand kann sich der Apokalypse entziehen.

The Walking Dead: Hof voller Leichen
The Walking Dead: Hof voller Leichen

Darabont beweist nicht nur ein Händchen für epische Bilder, der Regisseur zeigt sich auch äußerst versiert, wenn es um die einzelnen Charakterstudien geht. Sei es der Nervenzusammenbruch Ricks, nachdem er so langsam das Ausmaß der Katastrophe begreift, als auch die pure Verzweiflung Morgans, während er seine tote Frau erschießt. Der Zuschauer sieht sich hier eingehenden Charakterstudien gegenüber, er hat Zeit, die unterschiedlichen Charaktere kennenzulernen, mit ihnen zu fühlen und - vor allem - mit ihnen zu leiden.

Ein letztes Wort noch zu dem Setting und der Ausstattung der Serie. Atemberaubend und genial wären zwei Worte, die mir in diesem Zusammenhang sofort durch den Kopf gehen. So ist der Eindruck der (von den Lebenden) verlassenen Städte und Dörfer unglaublich bedrückend, das Ausmaß der Zerstörungen extrem verstörend. Sehr viel Liebe beweisen die Macher, bei der Darstellung der Zombies. So müssen die lebenden Toten aussehen! So müssen blutgierige Zombies daherkommen. Ich bin mir sicher, dass George A. Romero es nicht hätte besser machen können. So und nicht anders schaut die Apokalypse aus!

The Walking Dead: Stark verwester Zombie
The Walking Dead: Stark verwester Zombie

Wie es sich für eine echte Zombie-Geschichte gehört, kommt natürlich auch der Gore-Anteil nicht zu kurz. Zarte Gemüter stoßen hier sicher schnell an ihre Grenzen, auch wenn die Macher zumindest in der ersten Folge darauf verzichten, Menschen in sämtliche Einzelteile zu zerlegen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden...

Der Pilot endet mit einem fiesen Cliffhanger, der das Warten auf die zweite Folge nicht gerade leichter macht.

"The Walking Dead" legte in den USA den besten Serienstart hin, den eine AMC-Serie jemals erreichen konnte. Mit 5,3 Millionen Zuschauern überholt die Serie nicht nur die anderen brillianten AMC-Eigenproduktionen "Breaking Bad" und "Mad Men" sondern legt in den USA auch den besten Serienstart in 2010 überhaupt hin. Einer zweiten Staffel sollte damit also eigentlich nichts mehr im Wege stehen. In Deutschland wird es die erste Staffel vorerst im PayTV zu sehen geben. Gerüchten zu Folge soll sich Pro7 ebenfalls für die Serie interessieren. Bis es die lebenden Toten aber im freien TV zu sehen gibt, wird wohl noch eine Menge Zeit vergehen. Und ich befürchte bereits heute, dass die Serie dann extrem geschnitten auf einem nächtlichen Sendeplatz vergammeln darf. So hat man in Deutschland ja bereits "The Shield" zu Grunde gerichtet. Daher mein Tip, sich die Serie direkt aus den USA zu importieren. Über iTunes (mit entsprechendem US-Account) gibt es "The Walking Dead" für gerade mal 15 Dollar in HD - ungeschnitten und direkt nach TV-Ausstrahlung.

Update 1: Ich habe mir gerade mal auf Fox (über Sky empfangbar) die erste Folge in der deutschen Fassung angesehen. Die Übersetzung ist soweit gelungen, auch wenn man einige Male böse daneben gegriffen hat. Leider gibt es aber ein viel größeres Problem: "The Walking Dead" ist geschnitten! So fehlt bspw. die gesamte Gore-Szene zum Ende der Folge hin! Kein gutes Zeichen für eine spätere Ausstrahlung im Free-TV.

Update 2: So schnell kann es manchmal gehen. Nachdem "The Walking Dead" sämtliche Serienrekorde bereits zur Premiere gebrochen hat, viel es AMC offenbar nicht allzu schwer, direkt eine zweite Staffel in Auftrag zu geben. Wir dürfen uns also bereits heute auf insgesamt 13 weitere Folgen mit den lebenden Toten freuen.

25Aug/101

“The Walking Dead” – Offizieller Trailer online

AMC hat den offiziellen Trailer zur neuen TV-Serie "The Walking Dead" veröffentlicht. Fans haben zwar vermutlich bereits das verwackelte Bootleg von der diesjährigen Comic-Con gesehen, alleine wegen der deutlich besseren Qualität ist der Trailer aber einen erneuten Blick wert. In den USA starten die TV-Adaption der gleichnamigen Comics von Robert Kirkman an Halloween, in Deutschland müssen wir vermutlich noch ein bisschen warten. Zumal es die Serie bei uns vermutlich nicht in das Vorabendprogramm schaffen wird...

Gerüchten zufolge wurde der Trailer "entschärft", um ihn einem breiteren Publikum präsentieren zu können. Was wir da so zu sehen bekommen, verspricht aber bereits feinste Serienunterhaltung. Wer darüber hinaus an den (sehr guten) Comics zur Serie Interesse hat, sollte mal einen genaueren Blick auf diesen Artikel bei Apfelfunk.de werfen.

7Aug/102

Paradepower – Serienjunkies

Über die Chaosmacherin bin ich auf Missis Paradepower aufmerksam geworden. Diesen Monat geht es um "Serienjunkies". Ein Thema, bei dem ich als Couchheld natürlich genau richtig bin. Die Sache ist ganz einfach, Missi stellt ein paar Fragen, ich antworte. Dann wollen wir mal:

Serienjunkie

Serienjunkie

Siehst Du Dir regelmäßig Serien an?
Mein gesamter TV-Konsum orientiert sich eigentlich nur an Serien. Filme schaue ich nur sehr selten direkt im Fernsehen. Aber auch auf DVD bzw. Blu-ray Disc hat sich hier im Laufe der Jahre eine stattliche Serien-Sammlung eingefunden. Leider habe ich mich aus akuten Platzgründen vor einiger Zeit von ein paar Serienboxen (unter anderem die gesamte "Akte X" Reihe) trennen müssen. Wie ich mich kenne, wird der freigewordene Regalplatz aber sicher wieder schnell gefüllt.

Was sind deine Lieblingsserien? [max. 3!]
Missi macht es mir schwer. Mich auf drei Serien beschränken zu müssen, ist für mich alles andere als leicht. Auch wenn es da viele, viele Serien gibt, die ich mehr oder weniger regelmäßig verfolge, so würde ich mich bei meinen "All time Favorites" auf die folgenden drei Serien festlegen: An erster Stelle steht "The Shield". Die Serie über eine korrupte und gewalttätige Polizeieinheit hat mich von der ersten Folge an gefesselt. Es ist unmöglich, nicht gebannt an der Serie dranzubleiben. Wer einmal Blut geleckt hat (und das hat man nach der ersten Folge), will auch die restlichen Folgen sehen. Leider hat "The Shield" im deutschen Fernsehen - auch auf Grund der hohen Altersfreigabe - nie so richtig Fuß fassen können. Schade, dass uns eine derartige Serien-Perle hier quasi vorenthalten wird. An zweiter Stelle kommt bei mir "Futurama". Matt Groenings ausgeflippte Zukunftsvision ist einfach ein Hochgenuss. Gerade die vielen kleinen versteckten Seitenhiebe auf Ereignisse unserer Zeitgeschichte machen diese Serie so brilliant. Die Crew von "Planet Express" schließt man sofort in sein Herz und freut sich über jedes neue Abenteuer. Aktuell lade ich gerade die neuste Staffel über meinen US-Account in iTunes herunter. In Deutschland muss man wohl noch bis zum Herbst auf die neuen Abenteuer warten. Last but not least wäre da noch "Friends". Die Sitcom über die sechs New Yorker ist einfach Kult. Und auch, wenn gerade die ersten Folgen schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, so zaubert diese Serien doch jedes Mal wieder ein Lächeln in mein Gesicht. Die DVDs dieser Serie dürften übrigens die einzigen in meiner Sammlung sein, die man beim Abspielen noch wenden muss.

Welche Genres bevorzugst Du bei Serien? Mystery? Arztgeschichten? Comedy?
Da möchte ich mich gar nicht so richtig festlegen. Bei mir ist da alles dabei. Krimiserien spielen mit "CSI", "CSI: Miami", "NCIS", "Dexter" und anderen eine große Rolle. Comedy ist mit "Two and a half men" vertreten. Mystery und Fantasy findet sich bspw. bei "Buffy" (ja, ich schaue das immer wieder gerne), "Die Simpsons", "Futurama", "American Dad" und "Family Guy" sind gezeichnet, bei Science Fiction gibt es bspw. "Star Trek", "Firefly", und, und, und... Ihr merkt schon, bei mir ist von allem etwas dabei. Nur um Arztserien mache ich einen Bogen - wobei ich lustigerweise trotzdem mehrere Staffeln von "Scrubs" besitze.

Kaufst Du Dir auch Staffeln auf DVD?
Die Frage habe ich ja oben bereits mehr oder weniger beantwortet. Ja, ich kaufe die Serien (wenn sie mir gut gefallen) auch auf DVD bzw. Blu-ray Disc. So haben sich im Laufe der Zeit auch einige Serien komplett in meine Sammlung verirrt. Das wären bspw. "Firefly", "Band of Brothers", "Two and a half men", "Buffy", "Friends", "Eine schreckliche nette Familie", "Rom" und "Futurama".

Schaust Du lieber online oder im Fernsehen?
Zunehmend genieße ich meine Serien online. Hulu.com bspw. hat meinen Serien-Konsum bereits schwer verändert. Durch neue Wiedergabegeräte, wie bspw. das iPad, wird sich mein Serien-Konsum auch noch stärker auf die elektronische Wiedergabe ausrichten. Das klassische Fernsehen wird also zunehmend eine untergeordnete Rolle spielen. Und nachdem nun auch in Deutschland langsam Bewegung in Online-TV-Portale kommt, hoffe ich, dass sich in diesem Bereich noch sehr viel tun wird.

Paradepower bei der Chaosmacherin
Zur Paradepower im August (Serienjunkies) bei Missi

6Aug/102

Kommt eine deutsche Online-TV-Plattform?

Ich beschäftige ja mich schon einige Zeit mit der Frage, wann wir endlich TV-Inhalte ähnlich wie in den USA abrufen können. Größtes Vorbild ist hier natürlich hulu.com, die es aus lizenzrechtlichen Gründen ja nach wie vor nicht über den großen Teich schaffen. Gute Nachrichten vermeldet heute AREA DVD. So planen die Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL eine gemeinsame Online-Plattform, die TV-Inhalte auch im Netz verfügbar machen soll.

Ziel der Privatsender ist der Aufbau "eines Gemeinschaftsunternehmens für den Betrieb einer offenen technischen Plattform zum zeitversetzten Abruf von TV-Inhalten im Internet." Das Angebot des neuen Unternehmens richtet sich sowohl an private als auch öffentlich- rechtliche TV-Sender aus Deutschland und Österreich.

Mit der Plattform sollen vollständige Serien, Filme, Shows oder Nachrichtensendungen in einem zentralen Angebot im Internet zur Verfügung gestellt und individuell in einem eigenen Angebotsbereich auf der Plattform präsentiert werden.

Auch wenn hierbei noch viele Fragen ungeklärt sind, so ist das in jedem Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung. Bleibt zu hoffen, dass sich viele öffentliche und private Sender an diesem Vorhaben beteiligen und vor allem, dass man es nicht in letzter Minute doch noch in den Sand setzt. Auch die Frage, inwiefern mobile Geräte in die Nutzung einbezogen werden sollen, ist noch ungeklärt. Ich bin gespannt, was uns da erwartet.

Solange wir noch darauf warten, erlaube ich mir auch noch mal den Hinweis auf die Kombination von hulu.com und BlackVPN. Hierzu habe ich ja bereits einen Artikel geschrieben.

18Jul/100

Live-TV auf iPhone und iPad mit TvBoy

Vor kurzem gab es ja bereits helle Aufregung unter den iPhone- und iPad-Besitzern als die Links der schweizerischen BlickTV App öffentlich wurden. Auch ich hatte dazu einen kurzen Artikel verfasst. Die Qualität der Streams war klasse, leider (wenn auch verständlicherweise) wurde das Angebot zwischenzeitlich deaktiviert. Jetzt bin ich jedoch über die Ankündigung eines jungen Entwicklers gestoßen, der in einem kurzen YouTube-Video Einblick in seine neue App "TvBoy" gibt. Das sieht alles sehr vielversprechend aus. Angeblich ist die Anwendung bereits bei Apple eingereicht und soll demnächst im App-Store erscheinen.

Etwas misstrauisch bin ich noch, da es sich hierbei um exakt die Sender der BlickTV-App handelt. Ob hier also auch nur auf "entliehene" Links gesetzt wird oder ob da tatsächlich etwas gänzlich eigenes auf die Beine gestellt wurde, werden wir aber hoffentlich in Kürze erfahren. Wenn es sich hierbei um eine eigenständige App handelt, wäre das in jedem Fall meine Kaufempfehlung des Jahres! Hoffen wir einfach mal das Beste!

Update
Es wäre ja auch zu schön gewesen... Ich habe ein wenig im Netz recherchiert. Offenbar hat der Entwickler - wie vermutet - die BlickTV-Links genutzt. In diesem Fall wird eine solche App vermutlich Wunschdenken bleiben. Ich halte selbstverständlich weiterhin die Augen offen, ob nicht doch etwas entsprechendes im App-Store erscheint.

17Jul/103

[TV] Seriesly – Der Serien-Reminder

Da bin ich beim McWinkel doch tatsächlich mal über einen Beitrag gestolpert, der nichts mit Lifestyle oder seinem Ego zu schaffen hat.

Wer als Serienfan keine neue Folge seiner Lieblingsserie verpassen möchte, muss Augen und Ohren immer offen halten. Zu schnell verpasst man, dass da wieder eine neue Folge des Lieblingsprogramms erschienen ist. Die Webseite "Seriesly" bietet nun die Möglichkeit, sich über das Erscheinen neuer Serienfolgen einfach per Email, RSS-Feed oder per Kalendereintrag kostenlos(!) informieren zu lassen.

seriesly.com - Serien-Reminder online

seriesly.com - Serien-Reminder online

Eine ganz nette Idee, auch wenn ich vermute, dass der "Service", dazu gleich passende Torrent- oder Streaminglinks bereitzustellen, der Seite nicht nur Freunde schaffen wird. Ich bevorzuge sowohl meine Filme als auch meine Serien auf blauer Scheibe (oder als adäquaten - gekauften - HD-Download). Letztenendes muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Die Idee, den Serienfan rechtzeitig über eine neue Folge zu informieren, ist allerdings genial. Ich habe mir mal eine kleine Übersicht reiner Erinnerungen zusammengestellt und bin gespannt, ob der Service hält, was er verspricht.

Link zu seriesly.com

Update
Wer den Service in besser, schöner und ohne Grauzonen-Feeling testen möchte, wirft mal einen Blick auf myepisodes.com. Vielen Dank an Sascha für den Hinweis in den Kommentaren!

11Jul/109

Live-TV auf iPhone und iPad

Bisher war es nur über Umwege (und mit Einsatz entsprechender Hardware) möglich, auf iPhone und iPad auch Fernsehbilder zu empfangen. Im Netz bin ich nun über eine interessante Info gestolpert. Ein Streamingportal aus der schönen Schweiz bietet derzeit verschiedene TV-Sender im passenden Format für Apples mobile Geräte.

Live-TV auf dem iPhone
Live-TV auf dem iPhone (Originalgröße)

Der Empfang der Sender erfolgt hierbei über den Webbrowser Safari. Ihr müsst nichts weiter tun, als die entsprechende URL (siehe weiter unten) aufzurufen. Die Qualität des Streams passt sich dabei offenbar der Verbindungsqualität an. Sehr schön ist, dass auch der Empfang über UMTS möglich ist - auch wenn man in diesem Fall wohl lieber sein verbrauchtes Volumen im Auge behalten sollte. Mögliches Problem ist wohl die ungewisse Verfügbarkeit der Streams. Wie lange wir von diesem Angebot profitieren dürfen, ist offenbar unklar.

Live-TV auf dem iPad
Live-TV auf dem iPad

Hier also nun die Links zu den verschiedenen TV-Sendern. Einfach über iPhone oder iPad aufrufen und die gewünschte TV-Sendung genießen:

ARD / ZDF / RTL / RTL II / SAT.1 / Pro7 / Kabel eins / VOX / DMAX / MTV

Update - 13.07.2010
Das Vergnügen wärte leider nicht lange... Die Links sind mittlerweile gesperrt, ein Zugriff ist nicht mehr möglich. Schade. Es stellt sich wirklich die Frage, warum die Sender einen solchen Service nicht direkt selbst anbieten. Da könnten sich doch ganz neue Möglichkeiten erschließen. Vielleicht... Irgendwann...